Entwicklung des KOMM-Projektes

1997 ging die Stadt Münster als erste deutsche Stadt Deutschlands mit einem inter-aktiven Stadtplan für Menschen mit Behinderungen an die Öffentlichkeit. Dieser Dienst war der erste Baustein des Projekts KOMM unter der Leitung des Instituts für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der selbständigen Stiftung Siverdes der Stadt Münster.

Die Geschichte des KOMM-Projektes

Das Projekt baute damals auf den Ergebnissen des "Stadtplans für Behinderte" auf, der 1993 in der ersten Auflage in Kooperation zwischen der Stadt Münster und dem Institut für Geographie entwickelt wurde. In den Folgejahren wurde KOMM zu einem umfassenden Stadtinformationssystem mit lokalen Informationen über die Zugänglichkeit von Gebäuden und Einrichtungen innerhalb der Stadt Münster ausgebaut. Das Interesse an KOMM war so groß, dass auch andere Städte wie Marburg, Würzburg und Bern (Schweiz) das System übernahmen und für sich weiterentwickelten.

Nach mehr als 10 Jahren Projektlaufzeit hat sich KOMM mehr als bewährt und die Notwendigkeit eines solchen Informationssystems steht außer Frage. Allerdings muss auch ein Internetauftritt immer wieder aktualisiert und gepflegt werden. Im Jahr 2008 wurde schließlich die Notwendigkeit erkannt, KOMM grundsätzlich zu aktualisieren, sowohl inhaltlich als auch technisch. Die Hüfferstiftung in Münster erklärte sich bereit, dafür die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen und zusammen mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Münster die Projektkoordination zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Verein Zugvogel und den Firmen NeumannConsult und web.punktdesign in Münster wurden Ende 2008 die Arbeiten begonnen und führten zu einem komplett neuen Internetauftritt von KOMM, der im Mai 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Aktualisierung und Weiterentwicklung von KOMM wird in den Jahren 2014/15 fortgeführt und vom Projektbeirat begleitet.

 

Weiterführende Literatur:

Neumann, P. (2000): Die barrierefreie Stadt - Chancen durch das Internet.

In: Neumann, P./Zeimetz, A. (Hrsg.) (2000): Attraktiv und Barrierefrei - Städte planen und gestalten für Alle. Münster = Arbeitsberichte der Arbeitsgemeinschaft Angewandte Geographie Münster e.V., Heft 32, S. 39-49

Neumann, P. (1998): Stolperstein identifiziert. KOMM - Kommunikations- und Orientierungshilfen für Menschen mit Behinderungen in Münster.

In: Forschungsjournal der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 1/98, S. 35-37

Rüter, D. (2007): Auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt für Alle: Handlungsansätze in Münster.

In: Leidner, R./Neumann,P./Rebstock,M.(Hrsg.): Von Barrierefreiheit zum Design für Alle. Erfahrungen aus Forschung und Praxis. Münster = Arbeitsberichte der Arbeitsgemeinschaft Angewandte Geographie Münster e.V., Heft 38, S. 109-115

Rüter, D. (2000): Kommunale Integrationspolitik in Münster.

In: Neumann, P./Zeimetz, A. (Hrsg.) (2000): Attraktiv und Barrierefrei - Städte planen und gestalten für Alle. Münster = Arbeitsberichte der Arbeitsgemeinschaft Angewandte Geographie Münster e.V., Heft 32, S. 27-38

 

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